Verlag: Cross Cult
Seiten: 384
Format: Ebook
Reihe: -
Erscheinungsdatum: 01.12.2022
Klappentext und Bild von www.cross-cult.de
Preis: € 18,00 [D]
Verlag: FISCHER Tor
Seiten: 448
Format: Paperback
Altersempfehlung: erwachsenes Publikum
Reihe: Band 2
Erscheinungsdatum: 24.06.2026
Das Cover führt den auffälligen Stil des ersten Bandes konsequent fort. Wieder dominieren Gelb, Pink und Schwarz, wodurch das Buch sofort als Teil der Reihe zu erkennen ist. Die Farben stechen kräftig ins Auge und passen hervorragend zum lauten, chaotischen und explosiven Inhalt. Gleichzeitig unterscheidet sich die Anordnung deutlich genug vom ersten Band, sodass die Bücher trotz ihres einheitlichen Designs nicht gleich aussehen. Im Regal werden die weiteren Bände sicher ein sehr stimmiges und auffälliges Gesamtbild ergeben.
Carl, Donut und Mongo finden sich ebenfalls auf dem Cover wieder, werden von der riesigen Schrift und den Explosionen aber beinahe verschluckt. Das passt erstaunlich gut zur Geschichte, in der die Figuren ebenfalls ständig von einem noch größeren Chaos umgeben sind.
Die Innengestaltung bleibt dem ersten Band treu. Systemmeldungen und andere Spielelemente heben sich durch Einrückungen, Fettdruck und eine eigene Schriftart deutlich vom Fließtext ab. Dadurch lassen sich die vielen Informationen schnell erfassen, ohne dass sie den Lesefluss unnötig unterbrechen. Auch in diesem Band gibt es wieder einige schwarz-weiße Illustrationen, die einzelne Abschnitte auflockern.
Ich habe dieses Buch in einem Schwung an einem einzigen Tag durchgelesen. Das ist mir schon sehr lange nicht mehr passiert und sagt vermutlich alles darüber aus, wie gut mich dieser zweite Band unterhalten hat.
Zu Beginn geht es zunächst etwas ruhiger zu. Carl und Donut müssen ihre Ethnie und ihre Klasse auswählen, was sich für mich ein kleines bisschen gezogen hat. Trotzdem fand ich diesen Abschnitt interessant, denn hier wird schließlich der Grundstein für ihre weitere Entwicklung gelegt. Zumindest gehe ich davon aus, dass sie ihre Entscheidungen nun für den Rest der Reihe begleiten werden, solange nicht irgendwann ein völlig absurder Klassenwechselbonus auftaucht. Bei diesem Dungeon würde mich allerdings auch das nicht mehr überraschen.
Auch mit Mongo freunde ich mich immer mehr an. Aus „Verdammt noch mal, Donut“ wird inzwischen regelmäßig „Verdammt noch mal, Mongo“. Carl hat nun also gleich zwei Gruppenmitglieder, die ihn zuverlässig in den Wahnsinn treiben können. Trotzdem merkt man immer deutlicher, wie sehr ihm Donut und Mongo ans Herz gewachsen sind.
Nach der ruhigeren Auswahlphase kommt schnell die harte Realität des Dungeons zurück. Bunt, gewalttätig, vollkommen verrückt und dabei durchgehend unterhaltsam. So darf es gerne weitergehen. Gleichzeitig gelingt es Matt Dinniman erneut, zwischen den absurden Kämpfen auch ernstere und emotionale Momente unterzubringen. Nicht nur spannend, sondern überraschend berührend.
Natürlich darf auch ein neuer vollkommen absurder Gegenstand nicht fehlen. Die magische BigBoi-Boxershort wird uns vermutlich noch eine ganze Weile begleiten. Eine Hose hat Carl zwar weiterhin nicht, aber immerhin entwickelt sich seine Unterwäsche weiter.
Mit der Einführung von Quests greift das Buch wieder einen Elementaren Inhalt der Computerspiele auf. Gut gelöst und spannend! Carl kann es natürlich nicht lassen, sich sofort in die Probleme anderer einzumischen. Sein Helfersyndrom schlägt wieder mit voller Kraft zu. Besonders lustig finde ich, dass seine Begleiter ihn inzwischen gut genug kennen, um genau damit zu rechnen.
Carl macht sich gleichzeitig durch sein Verhalten zunehmend mächtige Feinde. Gleichzeitig kann und will er nicht einfach so tun, als wäre alles in Ordnung. Damit provoziert er bewusst weiteren Ärger, auch wenn er dessen Folgen noch nicht vollständig überblicken kann. Es baut sich deutlich etwas Größeres auf, das weit über die einzelnen Ebenen und Monster hinausgeht.
Der letzte Abschnitt rundet das Buch sehr gut ab. Dabei erfahren wir endlich, woher der Titel des Buches stammt. Wenn ihr das auch wissen wollt, müsst ihr das Buch wohl lesen. ;)
Auch die Infos am Ende des Buches werfen neue Fragen auf. Besonders ein Hinweis ist echt heftig in meinen Augen. Die Dungeon Crawler werden immer gefährlicher, wodurch sich das Spiel für die kommenden Ebenen massiv verändern dürfte. Carl und Donut müssen sich bald nicht mehr nur vor Monstern und der Dungeon-KI in Acht nehmen, sondern zunehmend auch vor anderen Teilnehmern und den Mächten außerhalb des Dungeons.
Carl’s Doomsday Scenario steht dem ersten Band in nichts nach. Die Welt wird größer, die Gefahren werden ernster und hinter dem eigentlichen Dungeon zeichnen sich immer deutlichere politische Intrigen und Machtkämpfe ab. Trotzdem bleibt die Geschichte herrlich absurd, schnell und explosiv.
Besonders gut gefallen hat mir, dass Carl, Donut und Mongo immer stärker zu einer kleinen Familie zusammenwachsen. Zwischen Killerclowns, magischer Unterwäsche und gewaltigen Explosionen findet das Buch überraschend emotionale Momente, ohne seinen Humor zu verlieren.
Nach dem Ende möchte ich am liebsten sofort auf die nächste Ebene weiterziehen. Das verspricht jedenfalls noch jede Menge Ärger. Ich kann es kaum erwarten.
5 von 5 Sternen
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Klappentext und Bild von Fischer
Preis: € 18,00 [D]
Verlag: FISCHER Tor
Seiten: 512
Format: Paperback
Altersempfehlung: erwachsenes Publikum
Reihe: Band 1
Erscheinungsdatum: 25.02.2026
Das Cover gefällt mir richtig gut. Die beiden kräftigen Primärfarben Gelb und Pink stechen sofort ins Auge und passen hervorragend zu der lauten, überdrehten Geschichte. Auch Carl und Donut sind direkt zu sehen, sodass man bereits einen guten ersten Eindruck von dem ungewöhnlichen Gespann bekommt. Gleichzeitig wurde das Design so angelegt, dass sich die weiteren Bände optisch sehr gut daran anschließen können. Zusammen werden die Bücher im Regal bestimmt ein echter Hingucker.
Auch die Gestaltung im Inneren hat mir gefallen. Die Schriftarten lassen sich angenehm lesen und besonders die Meldungen des Systems heben sich deutlich vom übrigen Text ab. Sie sind eingerückt, fett gedruckt und in einer anderen Schriftart dargestellt, wodurch sie tatsächlich wie Einblendungen aus einem Computerspiel wirken.
Einige Kapitel und Buchabschnitte beginnen außerdem mit Illustrationen. Das lockert den Text auf und unterstützt die besondere Atmosphäre des Romans.
Der Einstieg hat mich sofort überzeugt. Es geht direkt mit viel Action los, bevor anschließend die Regeln des Dungeons erklärt werden. Diese Passagen lesen sich ein wenig wie das Tutorial eines Computerspiels. Als Gamerin habe ich mich darin sofort heimisch gefühlt und hatte schnell klare Bilder von Fähigkeiten, Gegenständen, Erfahrungspunkten und Systemmeldungen im Kopf.
Für Leserinnen und Leser ohne Erfahrungen mit Computer- oder Rollenspielen könnten die vielen Erklärungen am Anfang vielleicht etwas schwieriger sein. Allerdings ist Mordecai nicht nur dafür da, Carl und Donut die Regeln beizubringen. Durch seine Erklärungen beantwortet er gleichzeitig viele Fragen, die vermutlich auch beim Lesen entstehen. Das ist ziemlich geschickt gelöst.
Schon der erste Bosskampf zeigt, wie skurril es in dieser Welt zugeht. Bei Rory und Lorelai musste ich sehr lachen. Einfach mal ein wenig Gilmore Girls in einen tödlichen Dungeon einzubauen, muss man auch erst einmal bringen. Ich frage mich wirklich, wie Matt Dinniman auf solche Ideen kommt. Und da all das bereits im ersten Band passiert, steigen meine Erwartungen an zukünftige Gegner und Situationen natürlich immer weiter.
Trotz des vielen Humors deutet das Buch früh ernstere Themen an. Der Kontakt mit den Crawler-Killern zeigt, was der Dungeon aus Menschen machen kann und wie leicht die Teilnehmenden gegeneinander ausgespielt werden. Dadurch bekommt die Geschichte eine moralische Ebene, die ich nach dem völlig überdrehten Einstieg nicht unbedingt erwartet hatte.
Auch über Carl und Donut erfahren wir nach und nach mehr. Mir gefällt, dass ihre gemeinsame Vergangenheit nicht in einem großen Informationsblock am Anfang abgehandelt wird. Stattdessen bekommen wir immer wieder kleine Hinweise und neue Details. So wächst das Interesse an den Figuren ganz von selbst.
Der Auftritt von Carl und Donut bei einer Show zeigt uns als Leserschaft deutlich, dass alles nur eine große Show ist. Gefühle, Beziehungen und Todesfälle werden ausgeschlachtet, bearbeitet und dem Publikum möglichst unterhaltsam präsentiert. Hinter all dem Wahnsinn steckt dadurch erstaunlich viel Kritik an Medien, Vermarktung und Voyeurismus.
Es folgen viele coole Szenen, lustige Momente und spannende Kämpfe, auf die ich aus Spoiler Gründen natürlich nicht eingehe. Nur so viel: „Verdammt noch mal, Donut“ ist schon nach diesem ersten Band legendär. Ich habe beschlossen, mir diese Stellen in den weiteren Büchern zu markieren.
Dungeon Crawler Carl ist wahnsinnig lustig, herrlich absurd und gleichzeitig wesentlich tiefgründiger, als der erste Eindruck vermuten lässt. Matt Dinniman verbindet die Mechaniken eines Computerspiels mit schwarzem Humor, kreativen Kämpfen und einer bitteren Kritik an Unterhaltung, Vermarktung und der Lust am Leid anderer.
Besonders die Dynamik zwischen Carl und Donut macht das Buch für mich aus. Die beiden ergänzen sich hervorragend, treiben sich gegenseitig in den Wahnsinn und wachsen im Laufe der Geschichte immer stärker zu einem Team zusammen.
Zum Glück lag Band 2 bereits bereit, denn nach dem Ende wollte ich sofort weiterlesen. Das Dungeon-Crawler-Carl-Fieber hat mich vollkommen erwischt.
5 von 5 Sternen
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Klappentext und Bild von Fischer
Im Juni habe ich folgende Bücher beendet: