Sonntag, 30. August 2015

Im Licht der Normandie - Margot S. Baumann







Florence Galabert ist wütend! Ihr Freund hat den gemeinsamen Urlaub abgesagt und anstatt mit ihm in die Karibik zu reisen, muss sie nun im regnerischen Paris den Haushalt ihrer verstorbenen Großmutter auflösen. Dabei findet sie in einer alten Holztruhe handgeschriebene Briefe in einer seltsamen Sprache. Was hat es mit diesen Briefen aus dem Jahr 1863 auf sich und woher stammen sie?

Alle Hinweise führen in die Normandie. Kurz entschlossen reist Florence in die malerische Kleinstadt Lisieux und gerät dort mitten in eine Demonstration gegen die geplante Bebauung einer historischen Ausgrabungsstätte. Dabei lernt sie den attraktiven Lehrer Alexandre Dubois kennen. Kann er bei ihren Nachforschungen helfen? Oder ist er, wie behauptet wird, ein militanter Aktivist?

Auf der Suche nach dem Verfasser der sonderbaren Schriftstücke kommt Florence einem Verbrechen auf die Spur, das die Beteiligten bis ins Heute verfolgt und sie selbst in große Gefahr bringt.






Mir gefällt das Cover ganz gut. Die Schriftart und die Gesamtgestaltung ist schön. Das Bild an sich kann ich dem Inhalt des Buches nicht richtig zuordnen. Soll das ein typisches Haus in der Normandie sein? Ich war noch nie dort und kann es daher nicht sagen. Für mich ist es daher unstimmtig in diesem Punkt.






Das Buch hat in mir ein Wechselbad der Gefühle erweckt. Manchmal fand ich es gut, und dann gab es wieder Zeiten in denen ich es am liebsten nicht weiter gelesen hätte. Da ich es aber bei einer Lovelybooks-Leserunde gewonnen habe war ich dazu verpflichtet.

Ich habe mir während des Lesens tatsächlich 4 Seiten mit Notizen dazu gemacht und zu allen 4 Abschnitten eine ausführliche Meinung verfasst. Die Zusammenfassung findet ihr hier: Leserunde
Aber Achtung, darin spoilere ich ohne Ende, also lest es nicht wenn ihr das Buch noch nicht kennt.

Allgemein geht es darum, dass Florence (Flo) rätselhafte Briefe findet und daher in die Normandie reist um dort die Lösung dafür zu finden. Dort trifft sie auf Alexandre (Alex). Dieser ist ein Aktivist der ersten Stunde und versucht die Römerwiese vor einer Bebauung zu schützen. Der dritte im Bunde ist sein Kontrahent Gregor, Erzfeind von kleinauf.

Die gesamte Geschichte ist durchzogen von mystischen Ereignissen und Gespensteranekdoten. Der Erzählstil ist flüssig und lässt sich gut lesen. Die Kapitel sind kurz gehalten was mir gut gefällt. Jedes Kapitel wird abwechselnd von Flo oder Alex Sicht erzählt, ab und an hat auch Gregor ein Kapitel.

Der Anfang erscheint wie zwei komplett unterschiedliche Geschichten, die dann aber doch noch zueinander finden. Das Verhalten der beiden Hauptcharaktere ist sehr oft für mich nicht nachvollziehbar und unlogisch. Zu schnell wird die Flinte ins Korn geworfen oder überreagiert. Das gefiel mir nicht so gut. Die ganze Entwicklung ging zu schnell. Ganz oft wollte ich ins Buch hinein springen und die Personen schütteln, damit sie einfach mal ihren gesunden Menschenverstand einsetzen. Das ist etwas nervig und hat mich leicht an die "AFTER"-Reihe erinnert. Natürlich bei weitem nicht so schlimm, aber in dem Punkt bin ich gerae sehr empfindlich.

Ansonsten waren die Charaktere recht einfach gestrickt. Ich hätte mir mehr Tiefe gewünscht. Ich habe der Autorin in meinen Meinungen auch einige Tipps und Hinweise gegeben, was ich wie anders gelöst hätte. Aber das ist wie immer Geschmackssache jedes einzelnen.

Ich hatte auf jeden Fall schon im ersten Teil des Buches ein Gefühl wie es enden wird - und so kam es auch. Keine großen Überraschungen, die habe ich aber auch nicht erwartet. Es ist ja kein Krimi.






Insgesamt hat mir das Buch gefallen. Es zählt jedoch nicht zu den Büchern, die ich noch einmal lesen würde. Es ist gut geschrieben und hat mich unterhalten. Ich weiß jedoch nicht, ob ich es nicht für unbestimmte Zeit zur Seite gelegt hätte, wenn ich es nicht hätte lesen müssen. Daher gibt es von mir 3 Sterne, da es sich am Ende gebessert hat. 

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Klappentext und Bild von www.amazon.de

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