Samstag, 22. Juli 2017

Lizzy (Cinderellas Tochter): Princess in love 1 - Ashley Gilmore



Lieben wir sie nicht alle, die klassischen Märchen um Dornröschen, Schneewittchen und Co.? Wer aber wusste, dass diese inzwischen heranwachsende Töchter haben, die auf der Suche nach ihren eigenen Prinzen sind? Nach ihrem Abschluss an der Crown School absolvieren die Prinzessinnen ein 6-monatiges Magical in der Realen Welt – Zauber und Liebe inklusive. Aber welche von ihnen will am Ende überhaupt noch zurück nach Fairyland? In diesem ersten Band der Princess-in-love-Reihe begleiten wir Lizzy, jüngste Tochter von Cinderella und Prince Charming, nach New York City. Wird Lizzy ihre Prüfung bestehen und wird sie ihren Prinzen vielleicht sogar inmitten von Wolkenkratzern statt von Märchenschlössern finden?



Das Cover zu diesem Kurzroman hat mir leider nicht so gut gefallen. Mir gefällt die Schriftart von "Lizzy" nicht, das sieht einfach zu krakelig aus. Und das Kleid geht in meinen Augen leider auch überhaupt nicht. Diese billigen, weißen Tülllagen vermitteln mir nicht den Eindruck, dass dieses Kleid märchenhaft sein soll. Der Hintergrund mit der Treppe ist mir zu unruhig, auch wenn es theoretisch eine gute Überleitung zum Original-Märchen Cinderella wäre, die auf einer Treppe ihren gläsernen Schuh verloren hat.


Das erste, was ich an diesem Buch bemerkte, waren die sehr verschachtelten Sätze. Besonders auf den ersten Seiten war das sehr auffällig. Ich habe mich aber recht schnell in den Schreibstil hereingefunden und später dann nicht mehr darauf geachtet.

Die Geschichte handelt von Lizzy. Sie ist die Tochter von Cinderella und Prince Charming und darf bzw. muss sich nach ihrer Ausbildung als Prinzessin ein halbes Jahr in der realen Welt durchschlagen. Sie wird lediglich mit einem Beutel, den benötigten Papieren und etwas Geld irgendwohin teleportiert (in ihrem Fall fällt das Glückslos auf New York) und muss dann schauen wie sie zurecht kommt. Da die Prinzessinnen während ihrer Ausbildung nur mit sehr spärlichen Informationen über die reale Welt versorgt werden, gestaltet sich dieses Praktikum ein wenig wie ein Survival Camp.

Lizzy geht an die ungewohnte Situation mit naiver Selbstverständlichkeit heran. Sie musste sich nie Gedanken um Geld machen und das merkt man auch. Das Bündel Scheine ist schneller weg als die gute Fee einen Kürbis in eine Kutsche verwandeln kann. Und dann ist da auch noch der Kutscher und Comic Zeichner Peter, der edle Retter in der Not. Das alles war leider sehr vorhersehbar.

Diese Buchreihe ist etwas für Träumerinnen. Wenn man dem Alltag entfliehen und einfach ein wenig heile Welt lesen möchte, ist man hiermit perfekt beraten. Wer sich aber bei Märchen darüber aufregt, dass zum Beispiel der Prinz Aschenputtel nicht am Gesicht erkennt, sondern ihr erst einen Schuh überstreifen muss, der wird mit diesem Buch Probleme haben. 

Mir missfiel zum Beispiel das Bewerbungsgespräch. Es war zwar süß, aber viel zu unrealistisch. Einfache Fragen und sehr unglaubwürdig. So problemlos ist eine Stellensuche selbst im Märchen nicht. Nach dem Motto: "Ich stelle sie ein, bis morgen. Und wie heißen sie überhaupt?"
 Ich drücke gerade bei Disney und bei Märchen gerne mal ein Auge zu wenn es um unrealistische Begebenheiten und Fehler geht, aber hier müsste ich beide Augen zudrücken und eine Schlafbrille aufsetzen.

Insgesamt finde ich, dass die fünf goldenen Regeln für Prinzessinnen das Buch sehr gut charakterisieren:
"Kleide dich stets in fröhlichen Farben. Singe stets ein heiteres Lied. Spreche stets ein freundliches Wort. Lächle stets ein gütiges Lächeln. Erzähle stets ein romantisches Märchen."
Ein paar der Prinzessinnen der nächsten Bände werden schon kurz erwähnt. So ist zum Beispiel die Prinzessin Rosaly aus Band 2 die beste Freundin von Lizzy. Ich hoffe, dass sich in den nächsten Bänden nicht zu viel wiederholen wird, denn das würde schnell langweilig werden. Außerdem wünsche ich mir mehr Tiefgang und dass die Gefühle besser vermittelt werden.


Der erste Teil der Princess in love-Reihe hat mich zwar gut unterhalten, aber leider nicht überzeugt. Als Einstieg fand ich es okay, doch da ist noch viel Luft nach oben. Dennoch fand ich die Idee schön und vergebe zwei Sterne und werde den nächsten Band auf jeden Fall auch noch lesen.

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Klappentext und Bild von www.amazon.de

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