Sonntag, 21. Mai 2017

Man lernt nie aus, Frau Freitag! - Frau Freitag

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar

 

Frau Freitag ist Lehrerin. Sie sagt normalerweise, wo's lang geht. Doch nun wird sie selbst zur Schülerin, denn Frau Freitag will endlich den Führerschein machen. Aber ständig bekommt sie zu hören, dass sie schon viel zu alt sei, um etwas Neues zu lernen - auch von ihrem Fahrschullehrer. Dabei hat sie doch Snowboardfahren gelernt und Lehrerinsein und Aquagymnastik. Und mit Frau Dienstag geht sie regelmäßig zum Pilates, ihren Körper kann sie noch tip-top verrenken. Aber Frau Freitag ist eine ungeduldige Schülerin, in ihrem Alter will sie sich eigentlich gar nichts mehr sagen lassen. In der Fahrschule lernt sie nicht nur Autofahren, sondern vor allem eine Menge über sich selbst...
Eine rasante Fahrt durchs Leben voller Situationskomik und bizarrer Begegnungen - im beliebten Sound der Bestsellerautorin Frau Freitag.



Das Cover des Buches hat mich direkt angesprochen. Es ist frisch und modern gehalten. Und Hühner mag ich generell gerne. Es hat mich also sofort neugierig gemacht. Und dass das Huhn auch noch ein Lenkrad in den Flügeln hält verdeutlicht direkt, worum es in dem Buch gehen wird.


Es gibt bereits vier andere Bücher über Frau Freitag:
  • Chill mal, Frau Freitag: Aus dem Alltag einer unerschrockenen Lehrerin
  • Voll streng, Frau Freitag!: Neues aus dem Schulalltag
  • Echt easy, Frau Freitag!: Das Allerneueste aus dem Schulalltag
  • Für mich ist auch die 6. Stunde: Überleben unter Schülern
Dies ist also der fünfte Band rund um die Lehrerin Frau Freitag. Sie hat ein Sabbatjahr eingelegt und  nimmt währenddessen Unterricht in der Fahrschule Fahrenheit um endlich ihren Führerschein zu machen. Wir erleben über den Erste-Hilfe-Kurs, unterschiedliche Fahrschulen und Prüfungen noch die Suche nach dem Auto.  All dies ist jedoch inhaltlich in zwei Sätzen dargestellt. Der Rest wird durch sich immer wiederholendes Genörgel gefüllt.

So dumm wie sie sich anstellt kann die Frau keine Lehrerin sein! Und ganz normale Begriffe wie Fahrbahn hat doch wohl jeder schon einmal gehört. Frau Freitag kommt einfach ungebildet rüber und erweckt nicht den Eindruck, dass sie mal ein Studium absolviert hat oder sich in irgendeiner Art und Weise mit erzieherischen Maßnahmen und Lehrmethoden beschäftigt hat.
"Ich war total der Schüler. Mit all seinen negativen Eigenschaften. Unkonzentriert, habe ständig auf mein Handy geguckt, mich nicht gemeldet, wenn ich was sagen wollte, mit meinem Nachbarn geflüstert, und ich bin sicher, das nächste Mal komme ich bestimmt zu spät und bekritzele die Tische. Oh Gott."
Bei 20% des Buches war ich richtig aggressiv und sauer auf das Buch. Ich kam mir verarscht vor! Nach dem Motto: "Chantalle tu mal das Mäh ei machen." So wird das geistige Niveau von Frau Freitag präsentiert. Als ob man mit über 50 auf einmal zum Neandertaler wird. Das konnte ich auch nicht als Situationskomik einstufen. Bei mir konnten die Witze nicht zünden. Und leider kommt sie auch noch total niveaulos rüber:
"Scheiß-kack-fuck-Fahrunterricht. Verkackte Dämmerung, in der man gar nichts sieht. Scheiß, fucking andere Autos, die immer in der zweiten Reihe parken müssen. Immer einladen und ausladen, scheiße, scheiße, scheiße."
Eine wirkliche Story außerhalb der Fahrstunden gibt es nicht, die Geschichte war sehr platt. Es geht die ganze Zeit nur ums Fahren und den Führerschein machen im Allgemeinen sowie die Unzufriedenheit von Frau Freitag. Ich konnte mich mit ihr überhaupt nicht anfreunden und habe mich einfach nur immer und immer wieder über sie geärgert. Wenn ein Buch so negativ ist fällt es mir schwer positive Empfindungen aufkommen zu lassen.


Leider hat mir dieses Buch überhaupt nicht gefallen. Ich konnte mich mit der Protagonistin nicht identifizieren. Inhaltlich hätte man viel mehr machen können. Der Erzählstil konnte mich nicht mitreißen und das ewige Gejammer nervte mich. Wenn mich ein Buch so demotiviert und ärgert kann ich leider nicht mehr als einen Stern vergeben. Und den gibt es nur für die korrekte Grammatik und keine auffälligen Rechtschreibfehler. Die anderen Bücher der Autorin werde ich nach dieser Lektüre wohl nicht lesen. Wirklich schade!

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Klappentext und Bild von www.amazon.de

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