Samstag, 29. April 2017

Plötzlich Banshee - Nina MacKay

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar


Alana ist eine Banshee, eine Todesfee der irischen Mythologie. Sie sieht über dem Kopf jedes Menschen eine rückwärts laufende Uhr, die in roten Ziffern die noch verbleibenden Monate, Tage, Stunden und Minuten seiner Lebenszeit anzeigt. Da Banshees in dem Ruf stehen, Unglück zu bringen, bleibt sie lieber für sich. Allerdings gestaltet sich das gar nicht so einfach, denn Alana kreischt automatisch in bester Banshee-Manier wie eine Sirene los, wenn ihr ein Mensch begegnet, der in den nächsten Tagen sterben wird. Doch dann tauchen in Santa Fe mehrere Leichen auf, die Alana ins Visier des attraktiven Detectives Dylan Shane geraten lassen. Kann sie das Geheimnis der dunklen Sekte lüften, die scheinbar magische Wesen sammelt? Und werden sowohl Detective Shane als auch ihr bester Freund Clay den Kontakt mit Alana überleben?



Das Design und die Gestaltung des Covers haben mich sofort angesprochen. Der schwarze Hintergrund und die Zeichnung passen einfach toll zusammen und der Schriftzug ist romatisch-verspielt. Auch hat mich die Zeichnung direkt an eine Tattoo-Vorlage erinnert. Das hat mich angesprochen und dazu verleitet dieses Buch zu lesen.


Alana McClary ist Privatdetektivin und lebt ganz bescheiden mit ihrem besten Freund Clay in einer Winzwohnung in Los Verdes, einer Kleinstadt etwas östlich von Santa Fye. Aber Alana ist nicht nur irgendeine gewöhnliche Detektivin - nein! Sie sieht seit ihrer Kindheit leuchtende Ziffern über den Köpfen ihrer Mitmenschen mit der restlichen Lebenszeit der jeweiligen Personen. Wenn sie bemerkt, dass jemand in ihrer Umgebung gerade dabei ist zu sterben, versucht sie ihm hilfsbereiterweise das Leben zu retten. Ganz unauffällig ist sie dabei nicht, denn während der Countdown läuft schreit sie wie eine Furie.
Trotz ihrer Bemühungen ereignen sich immer mehr rätselhafte Todesfälle in ihrem Umfeld und sie muss sich damit auseinandersetzen, dass sie eine irische Todesfee ist und es eine magische Gemeinschaft unterschiedlichster Wesen gibt, in der das Verbrechen sein Unwesen treibt.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und sprüht nur so vor Albernheiten. Irgendwie kam es mir so vor, als wolle sie Alana besonders liebenswürdig erscheinen lassen. Damit schoss sie bei mir jedoch übers Ziel hinaus. Es kam mir alles etwas übertrieben und aufgesetzt vor. Auch wenn ich über die ein oder andere Formulierung schmunzeln musste, so wurde ich mit Alana dennoch nicht warm.

"Normalerweise war ich vor meinem dritten Kaffee am Morgen für meine Mitmenschen unerträglich und daher lag meine Stimmung gerade irgendwo auf dem Level zwischen angriffslustiger Wespe und giftiger Klapperschlange."

Besonders die Tollpatschigkeit von Alana nervte mich nach einiger Zeit nur noch. Und diese Übertreibungen zogen sich durch das ganze Buch.
Ab und an gab es Kapitel aus der Sicht von Dylan oder Clay. Diese waren eine erfrischende Abwechslung, jedoch leider meistens zu kurz. Hauptsächlich wird die Geschichte aus der Sicht von Alana geschildert.

Die Autorin hat wirklich eine riesige mythologische Welt entwickelt, aus der man noch viel mehr hätte machen können. Jede Art und jede Gattung der magischen Kreaturen hat andere Eigenschaften und Fähigkeiten. Hier beweist sie Einfallsreichtum. Das hat mir gefallen. Aber ausgereift erschien mir der Plot leider nicht. Oder es waren einfach zu viele Details, die nicht alle unter einen Hut gepasst haben. Irgendwann habe ich allerdings etwas den Überblick über die ganzen Personen verloren. Sie waren alle nicht unterschiedlich genug. 

Trotz all der guten Elemente und dem leichten Schreibstil konnte mich die Geschichte einfach nicht faszinieren und mitreißen. Immer wieder habe ich das Buch zur Seite gelegt und habe mich dann eher dazu gezwungen es weiter zu lesen. Damit will ich nicht sagen dass es schlecht ist. Es hat mich nur nicht gepackt und ins Abenteuer geschleudert. Das ist schade.



Der Autorin ist mit diesem Roman ein Mix aus Fantasy, Romantik und ein wenig Krimi gelungen. Es ist ein typisches Jugendbuch rund um den Kampf Gut gegen Böse mit vielen unterschiedlichen Charakteren. Mich konnte es leider nicht faszinieren und ich stolperte mehr durch den Roman als dass ich ihn unbeschwert genießen konnte. Daher kann ich leider nicht mehr als zwei Sterne vergeben.

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Klappentext und Bild von www.amazon.de

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