Sonntag, 4. Oktober 2015

Grey - Fifty Shades of Grey von Christian selbst erzählt - E L James







Sehen Sie die Welt von Fifty Shades of Grey auf ganz neue Weise – durch die Augen von Christian Grey. Erzählt in Christians eigenen Worten, erfüllt mit seinen Gedanken, Vorstellungen und Träumen zeigt E L James die Liebesgeschichte, die Millionen von Lesern auf der ganzen Welt in Bann geschlagen hat, aus völlig neuer Perspektive. Christian Grey hat in seiner Welt alles perfekt unter Kontrolle. Sein Leben ist geordnet, diszipliniert und völlig leer – bis zu jenem Tag, als Anastasia Steele in sein Büro stürzt. Ihre Gestalt, ihre perfekten Gliedmaßen und ihr weich fallendes braunes Haar stellen sein Leben auf den Kopf. Er versucht, sie zu vergessen und wird stattdessen von einem Sturm der Gefühle erfasst, den er nicht begreift und dem er nicht widerstehen kann. Anders als all die Frauen, die er bisher kannte, scheint die schüchterne, weltfremde Ana direkt in sein Innerstes zu blicken – vorbei an dem erfolgreichen Geschäftsmann, vorbei an Christians luxuriösem Lebensstil und mitten in sein zutiefst verletztes Herz. Kann Christian mit Ana an seiner Seite die Schrecken seiner Kindheit überwinden, die ihn noch immer jede Nacht verfolgen? Oder werden seine dunklen Begierden, sein Zwang zur Kontrolle und der Selbsthass, der seine Seele erfüllt, diese junge Frau vertreiben und damit die zerbrechliche Hoffnung auf Erlösung zerstören, die sie ihm bietet?






Das Design gefällt mir gut. Das muss man ihnen lassen, die Grafikabteilung hat hier gute Arbeit geleistet. Das Cover ist einfach, klar und sticht heraus. Es passt zum Titel und zieht die Blicke auf sich. 






Ich habe im Vergleich zum Hype doch etwas gewartet, bis ich mich an dieses Buch heran getraut habe. Ich kenne die Shades-of-Grey Reihe und hatte keine allzu hohen Erwartungen an dieses Buch. Schon bei der Ankündigung vermutete ich, dass es ein Abklatsch des ersten Romans wird. Einmal Copy und Paste des Inhalts in ein neues Dokument. Dann wird alles aus Ana's Sicht gelöscht und durch seine Sicht ersetzt. Dazu ein paar Hintergrundinfo's und Gedanken: das habe ich erwartet. Und leider muss ich sagen, dass es auch so geworden ist.

Meine stillen Hoffnungen, dass wirklich mehr über Christian zu erfahren sein würde in Sitzungen mit seinem Therapeuten oder Gesprächen mit Elena konnte ich schnell in den Wind schießen. Es kommen immer wieder Kindheitserinnerungen hoch in Form von Albträumen, aber das ist auch schon das Informativste. Wer also hofft einen Roman zu lesen in dem es mehr Tiefe und psychologische Details rund um den Charakter Christian gibt (denn dieser gibt aufgrund seiner Hintergrundgeschichte wirklich mannigfaltige Möglichkeiten), der wird enttäuscht.

Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt einfach gehalten und liest sich daher sehr schnell. Ich brauchte lediglich zwei Seiten um in die Geschichte hinein zu kommen. Das Buch beginnt mit einer sehr kurzen Beschreibung seines Morgens bevor er Ana während des Interviews kennen lernt. Für mein Empfinden ist dieser Anfang etwas schnell und lieblos.
Ansonsten nerven mich die andauernden Wiederholungen. Ständig nennt er sie "Baby" und sein "Schwanz spielt verrückt". Und sie wimmert dafür bei jedem Akt und schaut lüstern.
Die Geschichte springt von einer Szene mit Ana zur nächsten. Sie wirkt abgehackt und unrund.

Christian wiederholt sich andauernd und ist total von seiner "Abgefucktheit" überzeugt, hält sich selbst für wertlos (Zitat: "O Gott, es ist doch nur ein hübsches Gesicht, Schätzchen".) und er erkennt seine Gefühle nicht (Zitat: "Es ist nicht so wie die Dunkelheit, aber dennoch etwas, das ich fürchten muss. Etwas, das ich nicht verstehe.").
Aber, ich wiederhole mich gerne: nichts, was man nicht aus den anderen Büchern schon weiß! Seine Selbstgespräche und Gedanken haben mich übrigens mehrfach an Gollum aus "Herr der Ringe" denken lassen.

Am besten haben mir noch die letzten Kapitel gefallen und die Teile in denen Ana nicht dabei ist. Viele Teile des Romans (wie z.B. die Gespräche) waren einfach bekannt und diese habe ich dann überflogen und ausgelassen.

Für eingefleischte Fans ist das Buch ein Must-Have. Das auf jeden Fall. Alle anderen können es sich sparen. Und wer noch kein Buch der Autorin kennt sollte lieber die Shades-of-Grey Reihe lesen, die ist besser im Vergleich. 






Ich muss sogar sagen, dass dieses Buch noch schwächer ist als die eigentlich schon nicht wirklich starke SoG-Reihe. Ihr könnt euch denken, ich bin kein großer Fan der Reihe, würde sie aber auch nicht verteufeln. Für zwischendurch sind sie okay wenn man einfach nur abschalten will ohne viel Niveau.

Komplett durchgefallen ist dieses Buch bei mir zwar nicht, doch die wenigen neuen Details können mich einfach nicht überzeugen. Nichts, was man aus den anderen Bänden oder dem Kinofilm nicht schon kennt. Das hätte besser sein können! Daher gibt es von mir nur zwei Sterne.

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Klappentext und Bild von www.amazon.de

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