Sonntag, 30. August 2015

Im Licht der Normandie - Margot S. Baumann







Florence Galabert ist wütend! Ihr Freund hat den gemeinsamen Urlaub abgesagt und anstatt mit ihm in die Karibik zu reisen, muss sie nun im regnerischen Paris den Haushalt ihrer verstorbenen Großmutter auflösen. Dabei findet sie in einer alten Holztruhe handgeschriebene Briefe in einer seltsamen Sprache. Was hat es mit diesen Briefen aus dem Jahr 1863 auf sich und woher stammen sie?

Alle Hinweise führen in die Normandie. Kurz entschlossen reist Florence in die malerische Kleinstadt Lisieux und gerät dort mitten in eine Demonstration gegen die geplante Bebauung einer historischen Ausgrabungsstätte. Dabei lernt sie den attraktiven Lehrer Alexandre Dubois kennen. Kann er bei ihren Nachforschungen helfen? Oder ist er, wie behauptet wird, ein militanter Aktivist?

Auf der Suche nach dem Verfasser der sonderbaren Schriftstücke kommt Florence einem Verbrechen auf die Spur, das die Beteiligten bis ins Heute verfolgt und sie selbst in große Gefahr bringt.






Mir gefällt das Cover ganz gut. Die Schriftart und die Gesamtgestaltung ist schön. Das Bild an sich kann ich dem Inhalt des Buches nicht richtig zuordnen. Soll das ein typisches Haus in der Normandie sein? Ich war noch nie dort und kann es daher nicht sagen. Für mich ist es daher unstimmtig in diesem Punkt.






Das Buch hat in mir ein Wechselbad der Gefühle erweckt. Manchmal fand ich es gut, und dann gab es wieder Zeiten in denen ich es am liebsten nicht weiter gelesen hätte. Da ich es aber bei einer Lovelybooks-Leserunde gewonnen habe war ich dazu verpflichtet.

Ich habe mir während des Lesens tatsächlich 4 Seiten mit Notizen dazu gemacht und zu allen 4 Abschnitten eine ausführliche Meinung verfasst. Die Zusammenfassung findet ihr hier: Leserunde
Aber Achtung, darin spoilere ich ohne Ende, also lest es nicht wenn ihr das Buch noch nicht kennt.

Allgemein geht es darum, dass Florence (Flo) rätselhafte Briefe findet und daher in die Normandie reist um dort die Lösung dafür zu finden. Dort trifft sie auf Alexandre (Alex). Dieser ist ein Aktivist der ersten Stunde und versucht die Römerwiese vor einer Bebauung zu schützen. Der dritte im Bunde ist sein Kontrahent Gregor, Erzfeind von kleinauf.

Die gesamte Geschichte ist durchzogen von mystischen Ereignissen und Gespensteranekdoten. Der Erzählstil ist flüssig und lässt sich gut lesen. Die Kapitel sind kurz gehalten was mir gut gefällt. Jedes Kapitel wird abwechselnd von Flo oder Alex Sicht erzählt, ab und an hat auch Gregor ein Kapitel.

Der Anfang erscheint wie zwei komplett unterschiedliche Geschichten, die dann aber doch noch zueinander finden. Das Verhalten der beiden Hauptcharaktere ist sehr oft für mich nicht nachvollziehbar und unlogisch. Zu schnell wird die Flinte ins Korn geworfen oder überreagiert. Das gefiel mir nicht so gut. Die ganze Entwicklung ging zu schnell. Ganz oft wollte ich ins Buch hinein springen und die Personen schütteln, damit sie einfach mal ihren gesunden Menschenverstand einsetzen. Das ist etwas nervig und hat mich leicht an die "AFTER"-Reihe erinnert. Natürlich bei weitem nicht so schlimm, aber in dem Punkt bin ich gerae sehr empfindlich.

Ansonsten waren die Charaktere recht einfach gestrickt. Ich hätte mir mehr Tiefe gewünscht. Ich habe der Autorin in meinen Meinungen auch einige Tipps und Hinweise gegeben, was ich wie anders gelöst hätte. Aber das ist wie immer Geschmackssache jedes einzelnen.

Ich hatte auf jeden Fall schon im ersten Teil des Buches ein Gefühl wie es enden wird - und so kam es auch. Keine großen Überraschungen, die habe ich aber auch nicht erwartet. Es ist ja kein Krimi.






Insgesamt hat mir das Buch gefallen. Es zählt jedoch nicht zu den Büchern, die ich noch einmal lesen würde. Es ist gut geschrieben und hat mich unterhalten. Ich weiß jedoch nicht, ob ich es nicht für unbestimmte Zeit zur Seite gelegt hätte, wenn ich es nicht hätte lesen müssen. Daher gibt es von mir 3 Sterne, da es sich am Ende gebessert hat. 

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Klappentext und Bild von www.amazon.de

SPOILER! Leserunde zu "Im Licht der Normandie" von Margot S. Baumann

ACHTUNG!

Meine Beschreibung der vier Abschnitte des Buches enthalten alle Spoiler! Wer das Buch noch nicht gelesen hat sollte diesen Artikel nicht lesen!


Ich habe an der Leserunde auf Lovelybooks dieses Buch gewonnen und zu jedem der vier Abschnitte eine detaillierte Meinung geschrieben. Oftmals hatte ich noch wesentlich mehr Notizen, die dann aber im Gesamtzusammenhang unwichtig waren.
Hier füge ich euch nun alle meine Bemerkungen einmal untereinander ein, für alle die es interessiert und die das Buch schon gelesen habe.

Noch einmal, wer es noch nicht gelesen hat und dies tun möchte sollte nicht weiterlesen! Ich spoilere ohne Punkt und Komma! Ich verrate wichtige Details!

1. Abschnitt (Kapitel 1 - 19):

So, nun bin ich auch komplett durch mit dem ersten Abschnitt. Kaum zu glauben, dass ich es fast in einem Rutsch gelesen habe und kaum aus der Hand legen konnte / wollte. Schöner, angenehm zu lesender Schreibstil. Das gefällt mir sehr!

Am Anfang erschien es mir inhaltlich so, dass zwei komplett unterschiedliche Geschichten erzählt wurden. Doch mit jedem weiteren Kapitel fanden die Erzählstränge immer weiter zusammen.

Besonders gut hat mir dabei gefallen, dass die Erzählperspektive in den Kapiteln wechselte. Hier meine Notizen dazu:
Kapitel 1: Florence (Flo)
Kapitel 2: Flo
Kapitel 3: Alexandre (Alex)
Kapitel 4: Flo
Kapitel 5: Alex
Kapitel 6: Flo
Kapitel 7: Alex
Kapitel 8: Flo
Kapitel 9: Gregor / Zusammentreffen mit Alex
Kapitel 10: Flo
Kapitel 11: Alex / Flo's Ankunft
Kapitel 12: beide (Alex + Flo) auf dem Weg zur Demo
Kapitel 13: Gregor (mit Alex - Anschlag)
Kapitel 14: Flo
Kapitel 15: Gregor
Kapitel 16: Alex
Kapitel 17: Flo (mit Alex - Lüge über Mike)
Kapitel 18: Alex (mit Flo - Essen)
Kapitel 19: Gregor
Ihr seht, dass bis auf Kapitel 1+2 immer der Erzähler wechselte. Das gab mir persönlich einen guten Eindruck davon, was alles parallel passierte. Und verwirrt hat es mich nicht. Ich konnte der Handlung gut folgen. Ich musste eher aufpassen, dass ich die französischen Namen nicht durcheinander brachte. ^^

Was mir ansonsten noch aufgefallen ist: Die Geschichte mit den Geistern passte noch nicht richtig ins Konzept. Da wird sicher noch mehr kommen, doch gerade im ersten Abschnitt war es nur eine Anhäufung von zwei schrullig-netten Damen, die an Übernatürliches glauben.

Die Charaktere sind bisher leider noch etwas flach. Wie oben schon erwähnt ist Gregor zu einfach gezeichnet. Niemand ist einfach nur böse.
Flo erscheint mir naiv und gutgläubig.
Alex hingegen hat durch den Tod seiner Schwester einen interessanten Charakterzug erhalten, der ihn vom Öko-Greenpeace-Weltretter abhebt. Die Verbitterung und schon beinahe Depression lassen Spiel offen für die weitere Entwicklung und auch mal irrationale Handlungen seinerseits. So frage ich mich zum Beispiel, warum er eine Frau zum Essen einlädt, die ihn ganz offen mehrfach belügt. Was verspricht er sich davon? Ich glaube kaum, dass er in dem Moment nur mit der Hose gedacht hat (verzeiht mir).

Ich bin auf jeden Fall gespannt wie es weitergeht. :)

2. Abschnitt (Kapitel 20 - 39):

Was eine Fortsetzung des ersten Abschnitts.
Auch hier geht es immer weiter mit den wechselnden Erzählperspektiven. Das hatte mich ja noch im ersten Abschnitt so begeistert. Mittlerweile nervt es mich und hat mich durcheinander gebracht. Die Kapitel sind verhältnismäßig kurz und der Leser springt hin und her wie ein Flummi. Auf Dauer etwas anstrengend. Es wäre vielleicht besser gewesen nicht mit jedem Kapitel zu wechseln. Grundsätzlich finde ich es gut.

Flo finde ich immer unsympathischer. Jetzt noch mehr als zuvor. Wenn sie Lügen doch angeblich so hasst, wieso tut sie es dann? Und reitet sich auch noch immer weiter rein? Das finde ich nicht gut.

Die Entwicklung mit den Briefen und den am Ende eingeführten Geistergeschichten bzw. Träumen ist sehr eindeutig und ich müsste mich schwer täuschen, wenn die Geschichte anders verläuft als ich jetzt annehme. Verraten möchte ich noch nichts von meinen Ahnungen, hinterher ist es ein Spoiler. ;)

Allgemein finde ich die Entwicklung zwischen Flo und Marc zu schnell und auch zwischen Flo und Alex.
Die ersten Zweifel an der Beziehung mit Marc sowie der Betrug und dann die so unkomplizierte und schnelle Trennung sind für mich unglaubwürdig. Welcher Mann würde das so auf sich sitzen lassen? Und dann auch keinen Stress machen bei der Auflösung der Beziehung? Ich habe so eine einfache Lösung noch nie gehört. Das wäre mal wirklich die glorreiche Ausnahme. Und Flo wurde ja auch von ihm betrogen! Was ist das denn für eine Beziehung in der es egal ist ob man sich treu ist. Nach dem Motto: "So, ich hab jetzt keine Lust mehr auf dich, pack deine Sachen und such dir was Neues." - "Alles klar, dir noch ein schönes Leben!". *wink*
Für mich leider unrealistisch. Da wäre es sympathischer gewesen, wenn Flo als Single eingeführt worden wäre mit einem anderen Problem im Hintergrund. So wird die vorhandene Situation nicht ausreichend genutzt bzw. bis zum Ende beschrieben. Klatsch, und fertig. Zurück zu den Briefen und der Geistergeschichte.

Genauso ist es auch zwischen Flo und Alex. Dass er sich Hals über Kopf in sie verliebt ist ja okay, aber sie ist in einer Beziehung und doch küssen sie sich so plötzlich und landen in der Kiste, obwohl sie ihn kurz zuvor auch noch belogen hat. Insgesamt zwar realistischer als die Situation mit dem Ex, aber trotzdem merkwürdig.

Zusätzlich dazu bin ich dauerhaft irritiert davon wer denn nun wer ist. Die Abkürzungen der Namen sind für mich schwer auseinander zu halten, da ich sowohl Flo als auch Alex als Namen für beiderlei Geschlecht kenne. Ich muss dann in Gedanken immer den gesamten Namen ergänzen um es auf die Reihe zu bekommen. Aber das liegt ja an mir und ist daher kein richtiger Kritikpunkt. Bestimmt geht das den wenigsten so.

Gregor darf ich natürlich nicht vergessen. Er hat immer wieder Kapitel in denen seine Erinnerungen aufgezeigt werden und seine Rivalität zu Alex verdeutlicht wird. Immer will er das, was Alex hat. Bzw. in den meisten Fällen eben die Frau die Alex hat oder seine Schwester. Sympathischer wurde er mir nicht und so viele Erinnerungen hätten es auch nicht sein müssen. Aber es ist okay.

So, insgesamt ein eher mittelmäßiger Abschnitt, der erste war besser. Ich freue mich schon darauf zu erfahren, was es mit den Geistern, Träumen und Briefen auf sich hat und

Und abschließend: Liebe Margot, ich hoffe, ich habe das alles nicht zu böse geschrieben. Ich bin sehr direkt mit meiner Meinung und möchte dich nicht verletzen sondern meine Meinung kundtun. Vielleicht gibt es ja auch andere, die meiner Meinung sind. ;) Liebe Grüße!

3. Abschnitt (Kapitel 40 - 59):

Der dritte Abschnitt des Buches hat mir besser gefallen als der zweite. Es geht hauptsächlich um die Entwicklung der Beziehung zwischen Flo und Alex. Außerdem werden die Träume und die spontan auftretende Stummheit weiter thematisiert.

Ich fand zwar die Trennung von Marc und Flo wirklich zu einfach, aber das habe ich mittlerweile überwunden. Es gibt noch genügend Probleme zwischen dem Dreiergespann.

Die Entwicklungen rund um die Briefe finde ich interessant, vor allem da scheinbar die Gegenstücke im Besitz von Alex Familie waren. Das lässt einen wirklich aufhorchen und an Seelenwanderung, Schicksal und Fügung denken. Es scheint so, als seinen Flo und Alex füreinander bestimmt.

Wir erfahren immer mehr über die Zusammenhänge zwischen den Briefen, der Truhe und dem Struwwelpeter sowie Adelaide, Louis und Jeanne. Aber es bleiben trotzdem die schlussendlichen Fragen offen, welche im letzten Abschnitt hoffentlich geklärt werden.

Gregor ist in diesem Abschnitt nicht so präsent. Wenn ich es richtig gezählt habe hatte er nur 3 Kapitel. Er tritt also zunächst in den Hintergrund, verschwindet aber nicht komplett. Das finde ich gut. Wir erfahren was für ein Widerling er ist (Kapitel mit der Mutter) und dass er weiterhin versucht Flo für sich zu gewinnen. Um die Römerwiese geht es nicht mehr wirklich.

Flos Reaktion gegen Ende des Abschnitts finde ich übereilt. Nur weil Alex nicht sofort in blumige Schwärmerei verfällt lässt sie alles stehen und liegen und hört sich nicht einmal an was er überhaupt dazu zu sagen hat. Ich finde das zwar doof, aber charakterlich passt es zu der bisherigen Entwicklung und Darstellung von ihr. Sie ist eben eine reaktionsschnelle, heißblütige Dame.

Was ich mich aber die ganze Zeit gefragt haben als Alex auf der Suche nach Flo war: warum ruft er sie nicht an? Sie hat doch ihre Tasche dabei. Oder habe ich es irgendwo überlesen, dass sie ihr Handy nicht mitgenommen hat? Das wäre auf jeden Fall meine erste Handlung gewesen.

Ich bin jetzt auf jeden Fall gespannt wie es ausgeht und ob sich meine Vermutungen bewahrheiten. Gerade bin ich etwas verwirrt wegen Jeanne und Adelaide in Verbindung mit Flo.

4. Abschnitt (Kapitel 60 - 69 + Epilog):

Was ein Ende! Genau, wie ich es mir gedacht habe. Alle Dinge, die ich vorher vermutet hatte haben sich bewahrheitet.

Ich war irgendwie erstaunt, dass der letzte Abschnitt nur noch aus 10 Kapiteln plus längerem Epilog bestand. Ich hatte mich gedanklich eigentlich auf mehr Kapitel eingestellt, so wie in den ersten 3 Abschnitten. Aber das kommt natürlich von der Einteilung hier. Als normaler Leser wäre ich einfach überrascht, dass der Epilog so schnell kam.
Man wird am Ende von Kapitel 69 komplett aus der Handlung heraus gerissen. Finde ich das gut? Wenn ich darüber nachdenke muss ich dies mit Ja beantworten. Ich brauche keine detaillierte Beschreibung wie Gregor gestorben ist und wie seine Leiche aussah oder wie die polizeilichen Ermittlungen liefen, wie das Skelett gefunden wurde und, und, und.

Meine einzige offene Frage wäre, warum nicht weiter in Richtung von Flo und Alex ermittelt wurde. Sie haben sich widerrechtlich auf einem fremden Grundstück befunden und auch noch Hilfsmittel zum Graben dabei gehabt. Wer sagt denn nicht, dass ein Streit aufgekommen ist, die beidem Gregor eine über gezogen haben, ihn in den Baucontainer gelegt haben und diesen dann zum explodieren gebracht haben? Das würde voll zu der Anklage passen die schon gegen Alex läuft. Als Polizist hätte ich definitiv in diese Richtung hin ermittelt.

Ansonsten fand ich die Versöhnung der beiden am Anfang dieses Abschnitts recht schnell abgehandelt. Aber das passt zu den beiden. Ich habe mich daran gewöhnt.

Die Lösungen der Rätsel kamen dann Schlag auf Schlag. Als hätten die Charaktere endlich das gesehen, was dem Leser schon die ganze Zeit klar war.

Mit Gregor hatte ich in Kapitel 68 schon fast Mitleid. Man versteht etwas besser, wieso er so geworden ist wie er war. Denn kein Mensch ist von Geburt an böse. Der Neid, dass Alex all das hat was er sich wünscht und er es sich stattdessen erkaufen muss (Liebe, Freundschaft, Ansehen, etc.) macht ihn menschlich. Trotzdem bleibt er ein Ekel. Ich wollte ihm nicht im Dunkeln begegnen.

Dass die Ereignisse der Nacht nicht an die Öffentlichkeit herangetragen wurden finde ich heroisch von Alex und Flo. Es zeigt ihre sanfte Seite und dass sie keinem etwas Böses antun wollen. Ich denke wenn hier die polizeilichen Ermittlungen mehr in ihre Richtungen gegangen wäre hätte sie die ganze Geschichte erzählen müssen.

Ein bisschen stört mich noch, dass man nicht richtig erfährt was in den zweiten Briefen stand. Das hätte mich noch interessiert. Natürlich sind sie die Gegenstücke, aber ich hätte es gerne erfahren. Da bin ich eben neugierig. ;)

Ach, da fällt mir noch ein Punkt ein. Vielleicht habe ich das auch überlesen. Aber wurde das Skelett nun umgesetzt und richtig beerdigt? Oder bliebt es dort vor Ort? Wieso musste Flo 5 Monate stumm sein bis zur Zeremonie? Sie hatte doch vorher den "Fall" geklärt und alle Puzzlestücke zusammengefügt. Hat dies dem Geist noch nicht gereicht? Die Vergeltung für Castel war erledigt und das Liebespaar hatte zueinander gefunden. Warum musste unbedingt bis zur Aufstellung des Steins gewartet werden bis Flo ihre Stimme wiedererlangte? Immerhin wurde damit die wirkliche Geschichte trotzdem nicht veröffentlicht. Daher hätte ich die erneute Stummheit weggelassen.

Eine kleine allgemeine Anmerkung noch von meiner Seite: ich hätte es besser gefunden, wenn Flo die geistige Verbindung zu Adelaide selber gehabt hätte. Immerhin ist sie ihr Gegenstück in der Gegenwart. Die Tochter muss natürlich erwähnt werden weil sie ein Teil des Stammbaums ist und ohne sie Flo nicht existieren würde.
Ich hätte die Geschichte so aufgebaut, dass Flo in Adelaides Gedanken eintaucht und sie zum Beispiel ihre Tochter schützen will. Castel würde sich an ihr rächen wollen weil Adelaide ihn nicht haben will und so entwickelt sich der Mord. Oder eine andere Variante, da gibt es ja viele Möglichkeiten.
Denn das hatte mich verwirrt. Ich habe mich zwischendrin gefragt wie Jeanne denn nun mit Louis zusammen findet, da Flo Jeanne ist und Alex Louis ist. Ich hoffe, das ist jetzt nicht total verwirrend. ^^

Abschließend kann ich sagen, dass auch dieser Abschnitt gut geschrieben war und ich ihn in einem Rutsch durchgelesen habe. Ich wollte unbedingt wissen wie es denn nun zu Ende geht.
Zwischendrin in den anderen Abschnitten hatte ich meine Zweifel ob mir das Buch gefallen würde, doch es hat sich gebessert und ich würde es weiterempfehlen. :)

Donnerstag, 27. August 2015

Rosa Rosen - Ashley Bloom






Deutschland, 1935. Das jüdische Mädchen Abigail verlässt mit 13 Jahren seine Heimat, um mit seiner Familie nach Amerika auszuwandern - das Land der großen Hoffnung.
Schweren Herzens muss Abigail sich von ihrer besten Freundin Rachel trennen, mit der sie so gerne in ihrem Rosengarten saß. Während Abigail in New York ein neues und besseres Leben beginnt, geht Rachel im Nazi-Deutschland durch die Hölle. Nur durch die Briefe, die die beiden Mädchen sich schreiben, können sie weiterhin am Leben der anderen teilhaben, während sie langsam zu jungen Frauen heranwachsen - unter Umständen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.






Das Cover gefällt mir sehr gut. Es sieht edel aus und die Rosen passen zum Titel. Die Frau hat die Augen geschlossen und drückt die Blumen scheinbar an ihre Brust. Denkt sie nach? Was empfindet sie? Ohne den Inhalt zu kennen würde ich darauf tippen, dass es um eine Liebesgeschichte geht.






"Rosa Rosen" ist eine kurze Geschichte mit 76 Seiten laut Amazon. Ich habe sie nebenher beim Essen in einer Mittagspause durchgelesen.

Es geht um die 90-jährige Jüdin Abigail Goldmann, die 1935 im Alter von 13 Jahren mit ihrer Familie Deutschland verlässt um vor den Nazis zu fliehen. Sie ziehen nach Amerika und von dort aus bleibt sie mit ihrer besten Freundin Rachel in Deutschland per Brief in Kontakt.

Die Geschichte wird sowohl in der Gegenwart erzählt, als auch durch Erinnerungen und durch die Briefe der beiden Mädchen. Das gefiel mir ganz gut.
Der Schreibstil der Briefe war mir persönlich zu erwachsen. Welches 13-jährige Mädchen benutzt schon Floskeln wie "ich bedaure es zutiefst..."?

Das Leben der beiden jungen Frauen könnte gegensätzlicher nicht sein. Diese Kurzgeschichte gibt einen kleinen Einblick in zwei Schicksale, verbunden durch die Vergangenheit und dennoch getrennt durch die Entfernung und die Geschichte Deutschlands.

Immer wieder taucht als Motiv der Rosengarten von Abigail hinter ihrem alten Haus auf. Er war der Lieblingsplatz der beiden Mädchen. Die Rosen ziehen sich durch die ganze Geschichte und verbinden die Szenen. Ein gelungenes Stilelement, was mit gefallen hat.






Der Schreibstil der Briefe hätte etwas variieren und sich entwickeln können mit der entsprechend vergangenen Zeit. Die Briefe nehmen einen großen Teil der Geschichte ein und daher stört mich der Stil ein wenig.
Was ich gut fand war, dass mich das Buch nachdenklich gemacht hat und es einen auf leichte Art die unglaublichen Gräuel der Vergangenheit vor Augen führt. Das ganze schafft die Autorin ohne grausame Szenen zu beschreiben oder ins Detail zu gehen.
Emotional ergriffen hat mich das Buch jedoch nicht. Es ist ein interessantes Thema und hieraus hätte man ohne Probleme einen langen Roman machen können. Aber so ist es eine ruhige, bedächtige Geschichte die zum Nachdenken anregt. Dafür gibt es von mir 3 Sterne.

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Montag, 24. August 2015

Lulea und ihre Vertrauten - Felizitas Montforts







Es ist Luleas 13. Geburtstag. Ein magischer Tag, gäbe es da nicht ein Problem: Lulea hat noch keinen tierischen Vertrauten.
Ohne diesen Begleiter gibt es keinen Hexenbesen, so sind die Regeln.
Kurzerhand begibt sie sich auf die Suche, doch die Uhr tickt. Sie muss ihren Vertrauten bis Mitternacht gefunden haben.
Auf ihrer Reise begegnet sie einer gefräßigen Spinne, einem kidnappenden Feenvolk und einer diebischen Elster, die sich ihr in den Weg stellen. Als wäre das nicht schlimm genug, läuft sie einer frechen Fee über den Weg, deren missglückter Zauber die Hexe auf Mäusegröße schrumpfen lässt. Zum Glück gibt es aber Schru Schru, den besserwisserischen Sperlingskauz, der auf fast alles eine Antwort weiß. Ob Lulea ihren Vertrauten finden wird?







Das Design des Buches ist einfach toll. Das Cover ist wunderschön und im Buch selber sind weitere Zeichnungen. Sie zeigen genau was in dem Moment in der Geschichte passiert. Das ist herrlich für kleinere Kinder, denen man das Buch vorliest. So kann man ihnen etwas zeigen.
Die Trennung der einzelnen Kapitel mit dem Bild eines Besen finde ich gelungen. Solche kleinen Stilelemente mag ich.







Lulea ist ein toller Charakter. Ich habe sie direkt ins Herz geschlossen. Und ich glaube das ist bei anderen Lesern auch so. Kinder werden mit ihr mitfiebern bei ihren Abenteuern oder so sein wollen wie sie (ich sehe jetzt schon die Kleinen durch ihr Zimmer springen mit einer Stofftiereule im Arm und einer Puppe als Fee Flitze). Wer will denn nicht in diesem coolen Hexenbaum wohnen? Mal ganz ehrlich, ich habe mir das früher immer gewünscht. Und auch jetzt als Erwachsene wollte ich spontan einen Schrubbel haben (das ist eine Mischung aus Staubwedel und Wischmopp - sehr praktisch!).

Die Welt von Lulea und ihre Bewohner werden so einfallsreich und detailliert beschrieben, dass die beigefügten Bilder überhaupt nicht notwendig gewesen wären. Sie sind aber eine tolle Ergänzung, wie bereits oben geschrieben.

Der Schreibstil und die Ausdrucksweise ist an junge Leser angepasst. Und das sollte bei einem Kinderbuch auch definitiv so sein. Daher finde ich es hierfür passend und genau richtig.

Mein einziger Kritikpunkt, der mich beim Lesen gestört hat (und weswegen ich einen Stern abziehe): Ich persönlich fand die Übergänge oftmals zwischen den Situationen sehr abgehackt. Natürlich erlebt Lulea viel und stolpert von einer Situation in die andere. Aber irgendwie wurde ich beim Lesen immer wieder unterbrochen und verhakte mich. Es war nicht so flüssig, wie ich es mir gewünscht hätte. Sicher ist das nicht so schlimm da kleine Kinder immer nur Abschnitte lesen oder vorgelesen bekommen. Doch mir als Erwachsene ist es beim Durchlesen aufgefallen, dass ich immer wieder regelrecht stolperte und erst wieder in die Handlung eintauchen musste.







Von mir gibt es 4 von 5 Sterne für dieses zauberhafte Buch. Ein fabelhaftes Buch zum Vorlesen und für die junge Leserschaft. Ich kann es mit ganzem Herzen empfehlen. Tolle Ideen, eine liebevoll entworfene Welt voller Abenteuer und neuen ungewöhnlichen Freunden. Ein moderner, magischer Nils Holgersson. Ich werde sicher auch noch Band 2 lesen sobald er verfügbar ist.


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Freitag, 21. August 2015

RingCon 2015 - Ich bin dabei!

Ich bin soooo aufgeregt! Dieses Jahr werde ich an der RingCon teilnehmen. Und es sind so tolle Stars mit dabei!
Spätestens als eine meiner Lieblingsautorinnen Diana Gabaldon angekündigt wurde, war es um mich geschehen. Jetzt gibt es kein zurück mehr, das Ticket ist bestellt.

Schaut mal auf welche Stars ich mich freue (die Bilder sind von der RingCon-Seite, die Zusammenstellung aber von mir *hihi*):


Falls ihr mehr erfahren wollt könnt ihr hier auf der Homepage nachschauen. Leider steht ansonsten noch kein Programm und ich bin auch gespannt wie teuer die einzelnen Autogramme und Fotos sind.
Bisher habe ich diese Veranstaltungen vermieden, da es mir als reine Geldmacherei erschien. Aber dieses Jahr MUSS ich einfach hin, wann ist Diana denn sonst mal in meiner Nähe?

Datum: 06. - 09.11.2015
Ort: Maritim Hotel Bonn

Hoffentlich werde ich auch einige Blogger und Co. dort treffen. :D Das wird sicher lustig! *tanz*

Dienstag, 18. August 2015

Herzklopfen in Nimmerland - Anna Katmore






Warum ist da ein Junge, der nicht erwachsen werden will?
Wie kann ein einfacher Apfel die süßeste Liebe aller Zeiten entfachen?
Und was hat ein ruchloser Pirat mit alldem zu tun?

Obwohl Angelina McFarland Märchen über alles liebt, hätte sie sich nie träumen lassen, selbst einmal mitten in eins hineinzufallen. Doch genau das passiert, als sie eines Winterabends auf ihrem Balkon ausrutscht und über die Brüstung stürzt.

Im letzten Moment gerettet von einem fliegenden Jungen, der sich selbst Peter Pan nennt, findet sich Angel in Nimmerland wieder. Hier spielen weder Zeit noch die Gesetze der Natur eine Rolle, und an ein Entkommen von der Insel ist erst gar nicht zu denken.

Zu allem Überfluss gerät Angel auch noch zwischen die Fronten einer uralten Feindschaft. Der skrupellose Captain Hook entführt sie auf sein Schiff, die Jolly Roger, und hält sie dort als Druckmittel gegen Peter Pan gefangen. Doch je mehr Zeit Angel mit dem Captain verbringt, umso mehr sieht sie hinter seine hartherzige Fassade. Die Gefühle, die sie für ihn entwickelt, sind ebenso intensiv wie schockierend, und bald schon kann sie an nichts anderes mehr denken, als an ihren verstohlenen Kuss unter den Sternen.

Aber Angel und ein Pirat? Das kann niemals gut gehen. Oder doch?

Als Angel verzweifelt versucht, nach Hause und zu ihrer Familie zurückzukehren, entdeckt sie eine Fahrkarte nach London in ihrer Tasche. Leider hilft sie ihr nicht, von dieser verwunschenen Insel zu fliehen, doch als ihr Gedächtnis mit jedem Tag weiter schwindet, ist dieses Ticket das Einzige, was sie noch an ihr früheres Leben und daran erinnert, warum sie keinesfalls aufgeben darf.

Oder ist es vielleicht doch die bessere Entscheidung, für immer in Nimmerland zu bleiben?

Folgt Angel in ein Abenteuer, das euch garantiert den Atem raubt, und über das ihr noch lange über die letzte Seite hinaus nachdenken und schmunzeln werdet … Auf nach Nimmerland!






Das Design ist zauberhaft. Mir gefällt es sehr gut. Alles ist harmonisch und passt gut zusammen, nur die kleine Elfe auf dem Schriftzug stört mich. Sie fällt vom Stil her total raus und hätte weggelassen werden sollen. Ansonsten passen alle Teile des Covers zusammen.

Der junge Mann entspricht zwar nicht der Person im Buch, muss es aber auch nicht. ;) Das Paar passt gut zusammen und vermittelt unerfülltes Verlangen und starke Gefühle.

Man bekommt direkt einen guten Eindruck vom Inhalt des Buches. Wie gesagt, zauberhaft und romantisch. Und der goldene Schriftzug ist einfach genial. Sehr schön. Viele wichtige Elemente von Nimmerland sind sofort erkennbar: die Insel, das Schiff, die Fee und die Meerjungfrau. Selbst wenn man den Titel weglassen würde, könnte man erkennen worum es geht. Perfekt!






Der Roman gefiel mir recht gut. Am Anfang hatte ich einen echten Durchhänger da mir die Ankunft in Nimmerland nicht gefallen hat, doch spätestens mit der Apfel-Szene nahm die Handlung Fahrt auf.

Die Verlorenen Jungs erinnern mich die ganze Zeit an die Sieben Zwerge aus Schneewittchen. Sie sind kurz und knapp beschrieben und eher eine Randerscheinung.
Im Gegensatz dazu bin ich direkt ein Fan von Jamie gewesen (allein schon als alte Diana-Gabaldon-Häsin). ;) Er erscheint zunächst als unbarmherziger Anführer der Jolly Roger, doch von Anfang an schob ich das Macho-Gehabe auf die Autoritätsspielchen mit seinen Männern. Als Angel in Not war verhielt er sich heldenhafter und reifer als Peter Pan.
Angel hat mich als Person leider nicht überzeugt und konnte mich auch nicht fesseln. Ich konnte mich nicht mit ihr identifizieren und fand ihre Handlungen oft überstürzt und unlogisch. Es fällt ihr leicht sich zwischen Nimmerland und London zu entscheiden (bzw. zwischen ihren Schwestern und Hook). So groß kann also die Liebe nicht sein.

Ansonsten ist der Roman flüssig geschrieben und man kann ihn gut nebenher lesen. Es ist auch nicht schlimm, wenn man ihn mal für ein paar Tage weglegt. Man kommt immer wieder schnell rein. Gut gefiel mir dabei, dass die Erzählperspektive immer wieder zwischen Angel und Hook wechselte. Irgendwie gefällt mir das neuerdings sehr gut. So erfährt man immer, was in der anderen Person gerade vor sich geht.

An manchen Stellen musste ich immer wieder an die Filme "Die Schöne und das Biest" denken und an "Shrek". Viele der da gezeigten Szenen erinnern an den Inhalt in diesem Buch.

Das Ende ist wie von mir erwartet gewesen. Ein kleiner Cliffhanger zum Fortsetzungsband rundet alles ab. Und mein Lieblingsspruch war: "Versenk mich!".






Das Buch hat keine großen Gefühle in mit geweckt. Es ist eine nette Unterhaltung für zwischendurch mit fantastischen Elementen. Ich weiß noch nicht ob ich das zweite Buch lesen werde, doch dieses ist eine solide Geschichte und gut geschrieben. Daher gibt es von mir 3,5 Sterne, die ich auf 4 aufrunde.

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Samstag, 15. August 2015

Flohmarkt in den Rheinauen

Ich war gestern in den Rheinauen und habe mich dort durch die Bücherstände gewühlt. Für jeden Bücherwurm ein Träumchen! 

Trotz wechselhaftem Wetter (es war eigentlich ganz angenehm, dass die Wolken zuzogen - bei den Temperaturen) waren sehr viele Anbieter da. Wer in der Umgebung von Bonn wohnt sollte sich das auf jeden Fall anschauen! In den Sommermonaten immer an jedem dritten Samstag im Monat. 


Und das war meine Ausbeute (ich habe mich zurück gehalten - es gab noch viiiiiel mehr):

Top 100 gratis im Kindle Shop - 15.08.2015


Und mal wieder habe ich in den Top 100 gratis Bücher im Kindle Shop gestöbert und ein paar neue Bücher gefunden für mich. Schaut mal was ich entdeckt habe (wie immer komplett ohne Reihenfolge oder Bewertung):
Vielleicht mögt ihr ja auch das ein oder andere von meiner Liste oder findet noch andere interessante für euch (ich bin ja nicht so der Krimi-Typ).

Die Liste findet ihr übrigens hier zum selber-stöbern: Top 100 kostenlos

Freitag, 14. August 2015

Blogtour: Lulea und ihre Vertrauten - Vorstellung von Lulea



Ich freue mich so, dass ich bei dieser tollen Blogtour dabei sein darf. :) Heute stelle ich euch Lulea vor. Morgen könnt ihr dann erfahren, wie es in Band 2 weitergeht. Und nicht vergessen, am Ende wartet ein Gewinnspiel auf euch mit zauberhaften Preisen.

Wer ist Lulea?

Aussehen: 

Lulea ist ein richtiger Wildfang: eine 13-jährige Hexe mit störrischen, wilden roten Locken und grünen Augen. Sie ist schlank mit schönen langen Beinen und schmaler Taille. Passend dazu trägt sie am liebsten ihre grüne Lieblingsbluse (so grün wie ihre Augen) und den braunen Zipfelrock, genäht von ihrer Oma, dessen Falten alle in einer anderen Farbe gehalten sind und der so schön ihre Knöchel umspielt. In ihren Rocktaschen und der braune Ledertasche mit Fransen und bunten Perlenstickereien von ihrer Oma trägt sie allen möglichen Kleinkram mit sich herum.

Charakter:

Lulea ist stürmisch und aufbrausend, liebt die Höhe und das Abenteuer. Ihre Neugierde ist nicht immer gut für sie. Aber durch das aufgeweckte Wesen ihrer Oma hat sie tausend und eine Frage und will die Antworten darauf wissen. Ein richtiger kleiner Naseweis.

Hintergrund:

Lulea wohnt zusammen mit Ihrer Mutter Chrisanne und Oma Leandrea in einem schief und krumm gewachsenem magischen Baumstammhaus, das auf einer kreisrunden Lichtung steht, die verzaubert ist und daher nicht gefunden werden kann. Am liebsten trinkt sie dort Kakao, direkt Bottich-weise. Oder schmiedet Pläne in ihrem Zimmer in der Krone des Baumes. Das ist über eine Hängeleiter zu erreichen und zeigt ihren verspielten, abenteuerlustigen Charakter.

Sie ist die älteste Schülerin und einzige Hexe der Klasse und somit ein Sonderling der Schule. Normalerweise ziehen Hexen in die Hauptstadt um dort in die Hexenschule zu gehen, doch das dürfen sie erst wenn sie einen Tier-Vertrauten (*) haben. Erst dann dürfen sie auf ihrem Besen fliegen und zaubern. Da sie immer noch keinen Vertrauten hat, geht Lulea in eine Klasse mit Kobolden, Nympfen und Mischwesen. Doch sie will ihn unbedingt finden um endlich fliegen zu können und ihren Vater zu suchen. Leider weiß sie nichts über ihn, nicht einmal seinen Namen. Dennoch ist sie sich sicher, dass er noch lebt. Und so beginnt ein spannendes Abenteuer.


(*) Vertraute sind Tierwesen, die freiwillig eine magische Bindung mit einer Hexe eingehen, meistens bis zu ihrem 13. Lebensjahr. Sie treffen sich oft zufällig und beiden ist sofort klar, dass sie zusammengehören. In erster Zeit können sie sich durch ihre Gedanken unterhalten.

Hier geht's zum Buch auf Amazon: Lulea und ihre Vertrauten - Felizitas Montforts

Dienstag, 11. August 2015

Mordsgouda - Annette Birschel

Sie sind vernarrt in Frittiertes, züchten die schönsten Tulpen (und wässrigsten Tomaten) der Welt - und lieben nichts mehr als Urlaub im Wohnwagen. Annette Birschel lebt seit über zehn Jahren im Land der Kaufleute und Pfarrer. In ihrem Buch gibt sie Antworten auf Fragen, die uns Deutsche seit jeher beschäftigen: Warum hassen Holländer Gardinen? Schmecken Bitterballen wirklich bitter? Und wieso muss im Oranje-Land immerzu alles lekker, leuk und makkelijk* sein? Eine überfällige Bestandsaufnahme unseres sympathischen Nachbarn im Westen - mit Humor und feinsinnigem Spott erzählt. * übersetzt etwa: toll, lustig und unkompliziert.






Kitschig, grell und symbolisch zeigt das Cover die angeblich so typischen Dinge, die Holland ausmachen. Das Cover ist nichts Besonderes, aber man kann sich direkt denken worum es in dem Buch geht. Von daher passt es.






Das Buch hat mich gut unterhalten. Als Tourist war ich schon mehrfach in Holland und ich liebe das Land. Ich konnte über viele der geschilderten Dinge herzlich lachen.
Natürlich ist die Story überspitzt und strotzt nur so vor Klischees, aber gerade das machte für mich den Charme aus. Wer eine realistische Dokumentation oder Präsentation von Holland und seinen Bewohnern lesen möchte, der sollte dieses Buch nicht lesen.
Annette ist als Charakter im Buch flach gezeichnet und kann nicht gerade durch Tiefgang überzeugen. Muss sie auch nicht. Es geht ja weniger um sie, als um Holland bzw. deren Bewohner.






Wer Holland mag und eine leichte Lektüre sucht wird hier fündig. Aber vielleicht sollte man es nicht unbedingt in Holland lesen. Wer weiß was sie dazu sagen. ;) Ich habe mehrfach versucht die niederländischen "Vokabeln" auszusprechen. Das sieht vielleicht etwas doof aus wenn man am Strand sitzt und vor sich hin brabbelt. ^^ Kurios und herzlich.


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Klappentext und Bild von www.amazon.de

Montag, 10. August 2015

Sonntag, 9. August 2015

Monatsrückblick Juni

Juni 2015

Am 24. Juni habe ich mit meinem Blog begonnen und die ersten Rezensionen geschrieben:

Das waren natürlich nicht alle Bücher, die ich im Juni gelesen habe, doch die einzigen über die ich Rezensionen geschrieben habe. Seitdem schreibe ich über jedes Buch eine Rezension. ;)
Für Juni waren das 2096 Seiten.

Freitag, 7. August 2015

Top 100 gratis im Kindle Shop - 08.08.2015


Immer wieder klicke ich mich gerne durch die Top 100 gratis Bücher im Kindle Shop um Schnäppchen zu finden. Denn ganz ehrlich, wer sagt schon nein zu einem kostenlosen Buch? Ich jedenfalls nicht.
Daher liste ich euch mal (komplett ohne Reihenfolge oder Bewertung) die Bücher auf, die ich heute so gefunden und für interessant befunden / heruntergeladen habe.
Vielleicht mögt ihr ja auch das ein oder andere von meiner Liste oder findet noch andere interessante für euch (ich bin ja nicht so der Krimi-Typ).

Die Liste findet ihr übrigens hier zum selber-stöbern: Top 100 kostenlos

Impress Magazin Herbst 2015


Heute gibt es einen kleinen Tipp von mir. :) Ich habe mir gerade das brandneue Impress Magazin heruntergeladen. Ihr könnt es entweder über amazon auf euren Kindle laden oder direkt von Carlsen selbst als EPUB erhalten.

Ich bin schon gespannt einmal hinter die Kulisse zu schauen und mehr über Autoren und weitere Projekte zu erfahren. Ich finde, das ist eine gute Idee. Und mit um die 178 Seiten laut amazon ist es auch nicht zu knapp. Und natürlich ist es kostenlos.

Update / nach dem Lesen:
Mir hat besonders gefallen, dass man die Entstehung eines Covers mitverfolgen konnte (natürlich nur kurz umschrieben - ich freue mich auf das Video), und die Kurzgeschichte aus der "Morgentau" von Jennifer Wolf entstanden ist.

Etwas schade fand ich hingegen, dass Impress sich etwas auf den Leseproben ausgeruht hat. Sie nehmen deutlich den größten Teil des Magazins ein (ich hatte den Eindruck, dass hier sehr viel Copy & Paste stattfand und dies mit ein paar kurzen Informationen aufgepeppt wurde). Die Interviews und Berichte sind leider sehr knapp gehalten. Gerade darauf hatte ich mich gefreut. Bitte in der nächsten Ausgabe mehr davon bzw. länger gestalten. Wir Leser haben auch kein Problem damit, dass das Magazin dicker wird. :D

Ansonsten finde ich es eine sehr gute Idee. Impress ist ein zumeist digitales Medium, dazu passt ein digitales Magazin. Es macht neugierig und ich habe auf jeden Fall schon wieder neue Bücher auf meiner Wunschliste. Was habt ihr nur angestellt? Ihr macht mich fertig. ;)

Impress selbst schreibt zu dem Magazin:

**Der Herbst bringt bittersüße Lesestunden!**

Zwischen fallenden Blättern in kühlen Sternennächten macht das Eintauchen in fantastische Welten noch mehr Spaß als ohnehin schon. Deswegen starten wir im Angesicht der sinkenden Temperaturen erstmals mit dem Impress Magazin! Unser Magazin ermöglicht es Euch, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, wird Euch Autoren näherbringen und in Romane reinschnuppern lassen, die demnächst bei uns erscheinen. Werdet Teil unseres Lektoratsalltags, findet heraus, wie ein Cover entsteht, aus welcher Kurzgeschichte sich ein Roman entwickelte, wie ein Tag im Marketing aussieht, was Blogger schon immer mal sagen wollten und wie sich Autoren ihre Protagonisten in Wirklichkeit vorstellen. Beweist den Spürhund in Euch und findet in unseren Leseproben die eine Textstelle, die Euch an unserem Gewinnspiel teilnehmen lässt. Einfach das Impress Magazin herunterladen und in eine neue Welt eintauchen!

//Das Magazin enthält Leseproben aus:
- Veronika Mauels »Kai & Annabell. Von dir verzaubert«
- Johanna Danningers »Meyruka. Die goldene Kriegerin«
- Teresa Sporrers Rockstar-Serie, Band 8: »Rockstars kennen kein Ende«
- Ann-Kathrin Wolfs »Zwischen Blut und Krähen«
- Tanja Voosens »Phantomliebe«
- Exklusivinhalt: Die Ursprungsgeschichte von Jennifer Wolfs Roman »Morgentau«

Außerdem findet man im Magazin:
- Das Impress-Gewinnspiel: Gewinne alle 5 E-Books zu den Leseproben
- Das sind wir! Unsere Online-Redaktion stellt sich vor
- Hinter den Kulissen: So entstand das Cover von Valentina Fasts »Royal«!
- Rockstar-Playlists: Die Top-10-Lieblingssongs der »Rockstar«-Protagonistinnen
- Illustrationen der Autorin zum Roman »Zwischen Blut und Krähen«
- Tops & Flops beim Buchbloggen mit Ka - Sa's Buchfinder
- Autoreninterview mit Stefanie Hasse//

Royal, Band 1: Ein Leben aus Glas - Valentina Fast







**Vier junge Männer, doch wer ist der Prinz?**

Viterra, das Königreich unter einer Glaskuppel ist der einzige Ort auf Erden, an dem die Menschen die atomare Katastrophe überlebt haben. Um die Bevölkerung bei Laune zu halten, findet dort alle zwei Jahrzehnte die große Fernsehshow zur Königinnenwahl statt. Aber diesmal ist alles anders. Diesmal will der Prinz ein Mädchen finden, das ihn um seiner selbst liebt. Vor den Augen des gesamten Königreichs soll die siebzehnjährige Tatyana zusammen mit den schönsten Mädchen des Landes um die Gunst vier junger Männer buhlen, von denen keiner weiß, wer der echte Prinz ist. Sie würde alles darum geben, nicht teilnehmen zu müssen. Aber auch sie kann sich dem Glanz eines Königslebens nur schwer entziehen …






Ist das Cover nicht wunderschön? Dezent und harmonisch gestaltet, toller Schriftzug und so passend zum Titel. Es sieht aus, als wäre die junge Dame auf dem Cover in einer Glaskugel. Dies ist auf direkt mehrere Wege passend zum Inhalt des Romans. Und dann das Kleid. Einfach königlich und bezaubernd.
Die Krone im "O" von ROYAL zieht sich auch durch das ganze Buch und ist immer bei einem neuen Kapitel zu finden. Solche Stilelemente mag ich einfach.
Dieses Buch hätte ich definitiv allein schon wegen seines Covers angeklickt (leider gibt es das Buch nur als Ebook - ich bin schwer dafür es drucken zu lassen!).






In ROYAL geht es um die 17-jährige Tatyana (abgekürzt auf Tanja). Sie lebt im Königreich Viterra bei ihrem Onkel und ihrer Tante (was für ein Biest!) nachdem ihre Eltern früh gestorben sind.

Auf einem Gebiet in Russland, so groß wie Österreich, wurde eine Kuppel erbaut um eine Neue Welt zu schaffen, welche sich im Gleichgewicht hält und in deren Gesellschaft die Werte Gerechtigkeit und Frieden zählen. Durch den dritten (atomaren) Weltkrieg wurde die gesamte Welt zerstört, nur Viterra und die darin befindlichen Auserwählten überlebten.

In Viterra herrscht ein im Vergleich veraltetes Bild der Frau, so müssen Mädchen immer lange Kleider tragen. Das Land wird regiert von König Alexander und Königin Lilyana. Deren Sohn sucht eine Frau und will die wahre Liebe finden. Daher veranstalten sie einen Wettbewerb und der Prinz mischt sich unter drei andere junge Männer: Phillip, Charles, Fernand und Henry. Allesamt gutaussehend und charmant. Die eingeladenen Damen wissen nicht wer der Prinz ist, und so ergibt sich schon bald ein großes Raten wer denn wer sei.

Tanja ist sehr jung und kann dennoch ihre Gefühle gut verbergen. Sie scheint manchmal ein wenig altklug aber ansonsten wie ein normales Mädchen. Sie war mir direkt sympathisch und ich habe ihre Geschichte gerne verfolgt.

Mein Lieblingscharakter jedoch ist Erica. Eine wunderbare, herzensgute Glucke, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und selbst der Prinz hat bei ihr nichts zu melden (bzw. alle vier Männer legen sich nicht mit ihr an).






Flüssig geschrieben und viiiiiiiel zu kurz für meinen Geschmack. Es hätte gerne länger sein können!
Ein Vergleich mit der "Selection"-Reihe wird sicher immer wieder gemacht. Und wer die mochte, wir auch ROYAL mögen. Dennoch ist es ein anderes Prinzip, allein schon weil die Mädchen nicht wissen wer der Prinz ist.
Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung! Klare Leseempfehlung von mir.


Dienstag, 4. August 2015

Blogtour Ankündigung: Lulea und ihre Vertrauten


Große Blogtour!

Ich bin so aufgeregt ihr Lieben! Wie ihr dem Bild hier und auch meinen Banner entnehmen könnt, bin ich bei meiner allerersten Blogtour dabei. Ich freue mich riesig!

Es geht um "Lulea und ihre Vertrauten" von Felizitas Montforts

Am 15.08. werde ich hier meinen Beitrag veröffentlichen. An 4 weiteren Tagen findet ihr die Blogtour bei anderen lieben Bloggerinnen. Ich verlinke sie schon einmal hier:

13.08. Mountainlovetest: Facebook / Wordpress
14.08. Tamys Bücherwelt: Facebook / Wordpress
16.08. Phelinas Leselounge: Facebook / Blogspot
17.08. Booklovers Shelf: Blogspot

Ganz zum Abschluss gibt es ein schönes Gewinnspiel! Also schaut vorbei, wir freuen uns! :)

Montag, 3. August 2015

Weil ich Layken liebe - Colleen Hoover







Nach dem Unfalltod ihres Vaters zieht die 18-jährige Layken mit ihrer Mutter und ihrem Bruder von Texas nach Michigan. Nie hätte Layken gedacht, dass sie sich dort bereits am ersten Tag Hals über Kopf verliebt. Und dass diese Liebe mit derselben Intensität erwidert wird. Es sind die ganz großen Gefühle zwischen Layken und Will. Das ganz große Glück - drei Tage lang. Denn dann stellt das Leben sich ihrer Liebe mit aller Macht in den Weg…






Das Gesamt-Design aller drei Bände zusammen gefällt mir gut. Beim ersten Band finden sich sowohl die Namen Layken, als auch Will wieder. Der Farbklecks zieht sich durch alle Cover und verbindet sie. Zunächst einfarbig und beim letzten Band zweifarbig. Das gefällt mir gut.






Im Gegensatz zur Gestaltung hat mir der Inhalt leider nicht so gut gefallen. Die Charaktere sind von Anfang an flach gezeichnet. Ich hatte Probleme in die Geschichte hineinzukommen. Die Umgebung wird kaum beschrieben und dadurch fehlte mir der Rahmen der Handlung um mir alles gut vorstellen zu können. Als würden Schauspieler vor einem Greenscreen spielen. 

Die Handlung entwickelte sich für meinen Geschmack zu schnell, der Alltag wird kaum beschrieben. Hier hätte sich die Autorin mehr Zeit lassen können. Der Vater ist erst kurz tot und doch kommt die Trauer nicht richtig rüber, es herrscht ziemliche Normalität und es gibt kaum Anzeichen für den Verlust zu Beginn des Buches. Gerade da ist es noch frischer und hätte mehr thematisiert werden müssen.

Als Layken und Will ihr Problem realisieren, wird es endlich etwas interessanter. Auch wenn es mich stark an "Pretty Little Liars" und das Paar Aria und Ezra erinnert. Viel Drama und trotziges Türen-Geknalle. Etwas nervig. Mit 18 Jahren sollte Layken ein kleines bisschen reifer sein.

Und was ist bitte mit Eddie, der spontan neuen besten Freundin von Layken los? Niemand ist so nett von jetzt auf gleich. Wirklich nicht! Leider total unrealistisch. Hier wurde Zeit gespart und mal schnell eine gute Fee an ihre Seite geschustert ohne viel Arbeit. 

Zu Will: er muss sich um seinen kleinen Bruder kümmern und lässt trotzdem einfach mal so die Lichtmaschine ihres Jeeps reparieren? Weiß die Autorin wie teuer so etwas ist? Das ginge eigentlich in seiner finanziellen Situation nicht so einfach. Es wäre realistischer wenn er sie zum Beispiel zu einem günstigen Mechaniker verwiesen hätte oder etwas in der Art.

Nach ich glaube 60% des Buches kam endlich der zweite Teil und ich hoffte nach dem Ende von Teil 1 auf eine Besserung. Es wurde zwar etwas tiefgründiger, aber trotzdem immer noch seicht. 

Allgemein fand ich es zwar interessant dass jedes Kapitel mit einem kurzen Songtext der "The Avett Brothers" begann, doch die andauernden Gedichte und Lyrik kamen mir so möchte-gern-kreativ vor. Hätte sich die Autorin mehr auf die Handlung als auf die Gedichte konzentriert hätte es mir sicher besser gefallen. 

Eine Kleinigkeit fand ich jedoch positiv: die Ratschläge der Mutter waren gut und liebevoll. Ihre Antworten und manche Diskussionen mit Lake waren manchmal wie aus dem Leben gegriffen, sodass ich Lächeln musste. Die Aussprache und das spätere Geschehen hat mich zu Tränen gerührt. Das gibt einen Stern mehr, ansonsten wären es nur 1-2 gewesen. So sind es 2-3 und ich runde großzügig auf.






Leider hat mich dieses Buch nicht überzeugt. Es hat viel oberflächliches Geplänkel und dafür sollen die Gedichte Tiefgang erzeugen. Die Charaktere sind zu einfach gestrickt. Ich hätte mir mehr Tiefgang gewünscht. Ein klassisches Ende, wie erwartet, und keine größeren Überraschungen. 

Ich musste mich mehrere Tage hindurch quälen und wirklich zwingen es zu Ende zu lesen. Zum Glück ist das Buch abgeschlossen und endet nicht mit einem Cliffhanger. So kann ich beruhigt auf die beiden folgenden Bände verzichten. Dieses Hype-Buch trifft nicht meinen Geschmack, muss es aber auch nicht. 

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Klappentext und Bild von www.amazon.de